Alfred Herrhausen Gesellschaft

Urban Age

„City Transformations"

12. Urban Age-Konferenz in Rio de Janeiro, 24.-25. Oktober 2013

Die 12. Urban Age Konferenz, organisiert von LSE Cities und der Alfred Herrhausen Gesellschaft, widmete sich im olympischen Rio de Janeiro dem Einfluss von groß angelegten Stadtentwicklungsprojekten auf den sozialen, wirtschaftlichen, politischen und physischen Aufbau von Städten.
Cable car over Rio's favelas Seilbahn über den Favelas von Rio de Janeiro© Tuca Viera

Schauplatz der diesjährigen Konferenz war Rio de Janeiro. Die Bewohner der pulsierenden 6-Millionen-Metropole bekommen im Moment wie in keiner anderen Stadt der Welt die transformative Wirkung zweier Mega-Sportereignisse – der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und der olympischen Sommerspiele 2016 – auf ihren städtischen Alltag zu spüren. Allein für die Olympiade hat die zweitgrößte Stadt Brasiliens einen Investitionsplan für rund 11 Milliarden Euro vorgelegt, von dem der Großteil der Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur und verstärkten Sicherheitsvorkehrungen zu Gute kommen soll.

Maria Silvia Bastos Marques Maria Silvia Bastos Marques, Präsidentin der Municipal Olympic Company, Rio de Janeiro© Marco Teixeira
Die Organisatoren der jährlichen Urban Age Reihe luden mehr als 160 Entscheidungsträger, Wissenschaftler, Stadtplaner, Architekten, sowie Vertreter von NGOs und Bürgergruppen zur gemeinsamen Reflexion in diesem Umfeld rasanter Stadtentwicklung ein. Redner aus der ganzen Welt und lokale Vertreter aus Rio de Janeiro tauschten Erfahrungen zur Planung, dem Management und der Durchführung von städtischen Transformationsmaßnahmen aus, die positive Auswirkungen auf ihre Heimatstädte haben. Die Konferenz brachte offizielle Repräsentanten aus Rio, Barcelona, London, Bogotá, Medellín, New York u. a. Städten zusammen, um darüber zu diskutieren wie Großprojekte effektiv und partizipativ gestaltet werden können.
Urban Transformations location Die Konferenz fand im Palácio do Itamaraty statt, dem ehemaligen Hauptsitz des Brasilianischen Außenministeriums © Marco Teixeira
Paneldiskussion Podiumsdiskussion, v.l.: Amanda Burden, Anthony Williams und Peter Eigen© Marco Teixeira
Konferenz Highlights
New Yorks Kommissarin für Stadtentwicklung, Amanda Burden, argumentierte dass in der Raumplanung das große Ganze nicht auf Kosten der Liebe zum Detail gehen darf, und Enrique Peñalosa, ehemaliger Bürgermeister von Bogotá, hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für die Einführung von öffentlichen Schnellbus-Linien nicht nur als überragendes Symbol für Demokratie und Gleichberechtigung in der Stadt, sondern auch als kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zu U-Bahnen-Linien und Privatfahrzeugen. Der preisgekrönte Autor und Journalismusprofessor Suketu Mehta stellte fest, dass „eine Stadt zwar nicht jedermann einbeziehen muss, aber auch niemanden ausschließen darf“, während Transparency International-Gründer Peter Eigen die Rolle von Korruption und Verschwendung öffentlicher Gelder bei Großprojekten hervorhob.
Zusätzlich zu der Auseinandersetzung mit laufenden Projekten um die Olympiastätten in Rio, dem Bus Rapid Transit System und dem Programm zur Verbesserung der Lebensqualität in Favelas, präsentierte die Konferenz auch internationale Projekte. Darunter das Olympic Games and Legacy Projekt in London, die Initiativen HafenCity und IBA in Hamburg, das Projekt zum Wiederaufbau des Hafengebiets und der Stadtverbesserung in New York City, Buenos Aires und Hong Kong, die Regeneration von Dharavi und weitere Projekte in Mumbai sowie Initiativen im öffentlichen Verkehrssektor in Bogotá, Medellín und Kopenhagen.
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Urban Age 2013"CITY TRANSFORMATIONS" - Unter diesem Titel fand am 24. und 25. Oktober in Rio de Janeiro die 12. Auflage der Konferenzreihe statt. [mehr]

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