Deutschland

Die internationalen Flüchtlingsströme setzen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland unter Druck.

Foto Dr. Angela Merkel

Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das! Wir schaffen das, und dort, wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden, muss daran gearbeitet werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, 31. August 2015, Sommerpressekonferenz: Aktuelle Themen der Innen- und Außenpolitik

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Alfred Herrhausen Gesellschaft
Dr. Claudia K. Huber
Senior Managerin Programm und Strategie

 

T. +49 (0)30 3407 3527
claudia-k.huber@db.com

Partner

Unser Partner für diese Konferenz ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Die Szenarien wurden in Zu­sammen­arbeit mit Z_punkt The Foresight Company entwickelt. 

Veranstaltungsdetails und Downloads

23. September 2016 | 9:00-17:00 Uhr

Im Atrium der Deutschen Bank
(Teilnahme nur mit Einladung)

Presseclippings Konferenz 23.09.2016

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Wir schaffen das!
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Die große Abschottung - 
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Ein Blick auf Deutschlands Übermorgen

Der wohl folgenreichste und meist diskutierte Satz des Jahres 2015 wurde zum Bezugspunkt der Denk ich an Deutschland-Konferenz 2016: „Deutschland 2025 – Haben wir’s geschafft?“ lautete das Thema der Veranstaltung, zu der die Alfred Herrhausen Gesellschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 23. September bereits zum achten Mal einluden.

Im August 2015 sagte Angela Merkel drei Wörter, die zum Dreh- und Angelpunkt der Integrationsdebatte geworden sind: „Wir schaffen das!“. Gut ein Jahr später haben Alfred Herrhausen Gesellschaft und Frankfurter Allgemeine Zeitung die Frage gestellt: Wie werden wir diesen Satz im Jahr 2025 bewerten? Was werden wir geschafft haben? Und was müssen wir dafür tun?

Die inhaltliche Grundlage der Konferenz bildeten methodisch fundierte Szenarien, in denen mögliche Zukunftsentwicklungen im Bereich Migration und Integration aufgezeigt werden. Die Szenarien wurden den ca. 370 geladenen Gästen über den Tag hinweg in drei Ausgaben der fiktiven Sendung „Denkland 24 – Nachrichten von morgen“ von Judith Rakers präsentiert. Anhand dieses Inputs wurde mit prominenten Gästen diskutiert, wie die Weichen heute gestellt werden müssen, damit Integration in Zukunft gelingen kann. Welche Faktoren werden unser zukünftiges Zusammenleben mit Zuwanderern beeinflussen? Welche Risiken bestehen? Welche Chancen können wir schon heute nutzen?

Thomas Matussek
Thomas Matussek, Geschäftsführer der Alfred Herrhausen Gesellschaft © Bernd Brundert
Tagesmoderation Ursula Weidenfeld
Olaf Scholz, Erster Bürgermeister, Freie und Hansestadt Hamburg © Bernd Brundert

Ein Denkzettel sollte nicht leer sein – Jürgen Kaube

Jürgen Kaube, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, eröffnete den Tag mit einem sehr anschaulichen Kommentar zur aktuellen Stimmungslage und den Wahlergebnissen in Großbritannien und Deutschland. Eindringlich rief Kaube dazu auf, sich jetzt konstruktiv mit den politischen Gestaltungsmöglichkeiten zu beschäftigen und damit den reinen Protestparteien etwas entgegenzusetzen.
Denn der Politik einen Denkzettel zu verpassen – das funktioniere nur, wenn auf dem jeweiligen Zettel auch etwas stehe. Boris Johnson und die AfD – so Kaube – hätten dagegen leere Denkzettel abgegeben…

Chance statt Krise! – Olaf Scholz

Hamburgs Oberbürgermeister Olaf Scholz blickte in seiner Keynote zurück auf ein turbulentes Jahr, auf großes Engagement von Bürgern und Institutionen und mahnte: Viel zu selten sei das Wort „Chance“, zu oft das Wort „Krise“ gefallen. Dennoch gelte für die Zukunft: „Unsere To Do Liste ist noch lang.“

Ein entsolidarisiertes Europa – Andreas Rödder

Der Historiker Andreas Rödder sprach über „Historische Erfahrungen und politische Illusionen“. Seit 2008 habe eine Aneinanderreihung von unvorhersehbaren Ereignissen zum dauerhaften Regieren im Krisenmodus und letztendlich zur Entsolidarisierung der europäischen Staaten untereinander geführt.

Chancen und Grenzen der Willkommenskultur

Die Welt zu Gast bei Freunden? Im ersten Panel des Tages diskutierten Dietmar Bartsch, DIE LINKE, Anton Hofreiter, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Julia Klöckner, CDU, und Jörg Meuthen, AfD, moderiert von Journalist Ali Aslan.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand das Thema Integration, insbesondere die Frage, wie das Primat des Rechtsstaats gegenüber der Religion durchzusetzen sei und wie sich die ungeheure Verwaltungsaufgabe effektiver als bisher bewältigen ließe. Gleichzeitig betonten die Panelisten, dass die Fluchtursachenbekämpfung in Krisenländern von großer Bedeutung sei.

Thomas Matussek
Über „Die Welt zu Gast bei Freunden?“ diskutierten Dietmar Bartsch, DIE LINKE, Anton Hofreiter, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Julia Klöckner, CDU und Jörg Meuthen, AfD. © Bernd Brundert
Tagesmoderation Ursula Weidenfeld
Karl Theodor zu Guttenberg, Vorsitzender und Gründer, Spitzberg Partners © Bernd Brundert

„Yes we can – wir schaffen das“ – der Blick auf Deutschland aus der Ferne – Karl Theodor zu Guttenberg

Der ehemalige Bundesminister Karl Theodor zu Guttenberg zog zu Beginn seiner Rede ein sehr persönliches Resümee der Affäre, die schließlich zu seinem Rücktritt und seinem Wegzug aus Deutschland führte. Aus dieser eigenen Migrationserfahrung schilderte er seinen Eindruck der transatlantischen Perspektive auf die Krise der Europäischen Union und Deutschlands Umgang mit den gegenwärtigen Migrationsbewegungen.

„Flüchtlinge kommen nicht mit IHK-Schein aus Aleppo“ – Raimund Becker

Einig war sich das zweite Panel in einer Hinsicht: die Aufnahme von Flüchtlingen sollte nicht nach einer möglichen Rendite oder Effekten auf die demografische Entwicklung in Deutschland beurteilt werden. Hier stünden humanitäre Gründe stets im Vordergrund – wie Olaf Scholz bereits am Morgen betont hatte.

Moderiert von Heike Göbel, FAZ, diskutierten hier Hans Albrecht, Nordwind Capital, Raimund Becker, Bundesagentur für Arbeit, Jörg Rocholl, ESMT Berlin und LINKE-Politikerin Sahra Wagenknecht. „Wir Deutschen sind zertifikatsverliebt“, sagte Raimund Becker. Menschen kämen jedoch nicht „mit IHK-Schein aus Aleppo.“

Die Facetten der Toleranz – Rainer Forst

Forst betonte, Toleranz bedeute nicht, alles zu begrüßen, was gesellschaftlich passiert. Man müsse jedoch „zwischen den eigenen religiösen, traditionellen und kulturellen Wertvorstellungen und dem, was für alle gelten soll und muss, unterscheiden“ können.

Es gibt keine Alternative zur freien Gesellschaft – Andreas Voßkuhle

Den inhaltlichen Tagesabschluss gab Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, im Gespräch mit Reinhard Müller. Die freie Gesellschaft sei eine Gesellschaft mit Zumutungen, Gefahren und Risiken, aber ohne Alternativen.

Deutschland 2025 – Haben wir’s geschafft?

Abschließende Antworten auf die Frage, in welche Richtung sich Deutschland bis 2025 letztlich entwickeln wird, konnte die Konferenz nicht geben. Auch keine Patentrezepte dafür, wie wir die kommenden Jahre möglichst erfolgreich für unser Land gestalten können.

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 Andreas Voßkuhle, Präsident, Bundesverfassungsgericht © Bernd Brundert

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Auf die Frage: „Wer ist das Volk?“ erfolgten Zwischenrufe von Esra Kücük, Vincent Zimmer und Jan-Jonathan Bock. © Bernd Brundert 

Ein Tag intensiver Diskussion und hintergründiger Debatte offenbarte jedoch, wie viele große Aufgaben im Jahr 1 nach „Wir schaffen das“ bereits bewältigt worden sind, sei es auf behördlicher Ebene oder durch den privaten Einsatz der Bürger dieses Landes.

Das Schwarz-Weiß von positivem und negativem Zukunftsszenario erwies sich gerade in der Zuspitzung als wertvoll, um differenziertere Zwischentöne in die sonst so oft festgefahrene Integrationsdebatte einzubringen. 

Es blieb ein zuversichtlicher Blick in die Zukunft – im vollen Bewusstsein der Tatsache, dass es noch eine ganze Menge zu tun gibt, damit wir „das“ schaffen können. Auch wenn, wie Karl Theodor zu Guttenberg berichtete, in der amerikanischen Presse gelegentlich vor „deutschen Zuständen“ gewarnt wird, sei Deutschland durch sein beherztes Handeln schon heute zum Vorbild und Hoffnungsland geworden. „Denk ich an Deutschland“, so fasst Olaf Scholz zusammen, „dann sehe ich ein Land, dem eine große Aufgabe gestellt wurde, die es sich nicht ausgesucht hat, aber mit Kraft angegangen ist. An dieses Deutschland denke ich gerne.“

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23. September 2016 | 9:00-17:00 Uhr

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(Teilnahme nur mit Einladung)

Presseclippings Konferenz 23.09.2016

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Die gegenwärtige Situation in der Flüchtlingspolitik zeigt: Politik und Gesellschaft müssen sich systematisch mit zukünftigen Entwicklungen auseinandersetzten, wenn sie handlungsfähig bleiben wollen.

„Deutschland 2025 – Haben wir’s geschafft?“ lautet der Titel der diesjährigen Denk ich an Deutschland-Konferenz.

Um klar konturierte Zukunftsbilder zu entwerfen, bedarf es der richtigen Einschätzung und Kenntnis komplexer Problemlagen in der Gegenwart.

Zur Vorbereitung der Konferenz hat die Alfred Herrhausen Gesellschaft deshalb ExpertInnen für Integration und Migration aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu drei Workshops eingeladen. In diesem Rahmen wurden Trends und Einflussfaktoren identifiziert, die unser Leben mit den Zuwanderern in den kommenden Jahren bis 2025 beeinflussen werden.

Workshop Politik

Workshop Politik: Dr. Claudia Huber, Dr. Ursula Weidenfeld, Stefan Delfs, Astrid Ziebarth (v.l.n.r.)

Dabei stand die Leitfrage „Was trägt zu einer gelungenen Integration von Migranten in Deutschland bis 2025 bei?“ im Fokus. Die Workshops, wie auch die darauf aufbauende Szenario-Konstruktionen, fanden in Zusammenarbeit mit Z_punkt The Foresight Company statt.

Im Workshop zum Thema Politik stand die Frage nach den Handlungsmöglichkeiten von politischen Akteuren in Deutschland im Vordergrund: Wie kann die Entstehung einer pluralistischen Gesellschaft auf dem Boden des deutschen Grundgesetztes gefördert werden? Wie müssen die Lasten zwischen Ländern, Kommunen und Städten verteilt werden? Und wie können Politik und Verwaltung den praktischen Herausforderungen von Migration und Integration gerecht werden? Schließlich wurde auch die internationale Dimension des Themas im Rahmen der Fluchtursachenbekämpfung diskutiert sowie die gemeinsame EU-Migrationspolitik als Antwort auf diese Herausforderungen.

Teilnehmer des Workshops Politik am 09. Mai 2016:
Dr. Marwan Abou Taam, Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz; Stefan Delfs, Auswärtiges Amt; Heike Echterhölter, Botschaft von Kanada in Deutschland; Dr. Marcus Engler, Netzwerk Flüchtlingsforschung; Oliver Georgi, Frankfurter Allgemeine Zeitung; Steffen Hebestreit, Senat der Freien und Hansestadt Hamburg; Barbara John, Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin; Dr. Anne Koch, Stiftung Wissenschaft und Politik; Dr. Stefan Luft, Institut für Politikwissenschaft der Universität Bremen; Dr. Jan Schneider, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Migration und Integration; Nils Stützle, Bundesministerium des Innern; Dr. Sylke Tempel, Zeitschrift Internationale Politik und Berlin Policy Journal; Dr. Ursula Weidenfeld, Freie Journalistin; Astrid Ziebarth, The German Marshall Fund of the United States

Workshop Wirtschaft

Workshop Wirtschaft: Dr. Thomas Speckmann, Jan Dannenbring, Kenneth Frisse, Dr. Karlheinz Steinmüller, Lukas Streiff (v.l.n.r.)

Im Workshop zum Thema Wirtschaft wurde darüber diskutiert, wie sich die gegenwärtigen Migrationsbewegungen auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft auswirken. Auch die Frage, wie Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik Integration fördern können, wurde zentral behandelt. Wie müssen wir unser Ausbildungssystem reformieren, um Zuwanderern den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen? Wie können Kenntnisse und Fähigkeiten jenseits von formalen Qualifikationen und Zeugnissen anerkannt und für die deutsche Wirtschaft nutzbar gemacht werden? Es wurde ebenfalls diskutiert, inwiefern Migration die Effekte des demografischen Wandels abfedern und den bestehenden Fachkräftemangel ausgleichen kann.

Teilnehmer des Workshops Wirtschaft am 11. Mai 2016:
Bülent Arslan, imap GmbH; Jan Dannenbring, Zentralverband des Deutschen Handwerks; Kenneth Frisse, Bundesverband der Deutschen Industrie; Dr. Michaela Grimm, Allianz SE; Ali Gümüsay, Magdalen College, University of Oxford; Prof. Dr. Matthias Lücke, Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel; Badr Mohammed, Europäisches Integrationszentrum Berlin; Dr. Annette Niederfranke, Internationale Arbeitsorganisation-Vertretung in Deutschland; Dr. Andreas Siegert, Zentrum für Sozialforschung e.V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Dr. Thomas Speckmann, Bundesministerium der Finanzen; Lukas Streiff, Auswärtiges Amt 

Workshop Gesellschaft

Workshop Gesellschaft: Cigdem Ipek und Alexander Carius

Der Workshop zum Thema Gesellschaft behandelte unter anderem die Entwicklung von Identitäten innerhalb der deutschen Gesellschaft. Wie gestaltet sich ein „neues Wir“? Welche Rolle spielt Sprache für eine gelungene Integration? Auch wurde thematisiert, wie Populismus wirkungsvoll begegnet werden kann und welche Rolle klassische und soziale Medien dabei spielen. Es wurde deutlich, dass die Themen soziale Mobilität und die Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems und Arbeitsmarkts eine zentrale Rolle spielen. Wie können Bildungseinrichtungen und Betriebe die Integrationsaufgabe lösen? In vielen Bereichen zeigte sich, dass die gegenwärtige Situation auch eine Chance für Reformen bietet, die Neuankömmlingen wie auch bereits in Deutschland lebenden Menschen mehr Chancen und Zugang zur Mehrheitsgesellschaft ermöglichen.

Teilnehmer des Workshops Gesellschaft am 11. Mai 2016:
Dr. Jan-Jonathan Bock, Woolf Institute, Cambridge; Alexander Carius, Adelphi; Sebastian Gallander, Vodafone Stiftung Deutschland; Dr. habil. Lutz Hachmeister, Institut für Medien- und Kommunikationspolitik; Cigdem Ipek, Sozialwissenschaftlerin Berlin; Dr. Axel Kreienbrink, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge; Josef Lentsch, NEOS Lab; Prof. Dr. Philipp Misselwitz, Technische Universität Berlin; Christian Rickerts, Wikimedia Deutschland; Thomas Schindler, delodi; Katharina Semmler, Mercator Program Center for International Affairs; Dr. Yasemin Shooman, Jüdisches Museum Berlin; Carolin Silbernagl, betterplace lab; Faruk Tuncer, Hertie School of Governance.

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der drei Workshops wurden jeweils ein negatives und ein positives Szenario für Deutschland im Jahr 2025 entwickelt. Diese sollen keine Prognose für die Zukunft darstellen, sondern vielmehr mögliche Zukünfte für Deutschland im Jahr 2025 aufzeigen. Die Szenarien werden schließlich im Rahmen der Denk ich an Deutschland-Konferenz am 23. September 2016 diskutiert. 

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Alfred Herrhausen Gesellschaft
Dr. Claudia K. Huber
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T. +49 (0)30 3407 3527
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Unser Partner für diese Konferenz ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Die Szenarien wurden in Zu­sammen­arbeit mit Z_punkt The Foresight Company entwickelt. 

Veranstaltungsdetails und Downloads

23. September 2016 | 9:00-17:00 Uhr

Im Atrium der Deutschen Bank
(Teilnahme nur mit Einladung)

Presseclippings Konferenz 23.09.2016

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Wir schaffen das!
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Denk ich an Deutschland 2016
Programm

Tagesmoderation: Ursula Weidenfeld, Journalistin 

8:30

Registrierung

9:00

Begrüßung

Thomas Matussek, Geschäftsführer, Alfred Herrhausen Gesellschaft

9:05

Begrüßung

Jürgen Kaube, Herausgeber, Frankfurter Allgemeine Zeitung

9:10

Keynote:

Offenheit für Flüchtlinge braucht klare Regeln und Grundsätze – wie wir es doch noch geschafft haben werden

Olaf Scholz, Erster Bürgermeister, Freie und Hansestadt Hamburg, SPD 

9:30

Impuls:

Von historischen Erfahrungen und politischen Illusionen

Andreas Rödder, Professor für Neueste Geschichte, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

9:50

Kaffeepause

10:20

Videoclip:

Denkland 24 – Nachrichten von morgen I

Judith Rakers, Moderatorin, Nachrichtensprecherin und Journalistin

10:25

Panel 1:

Die Welt zu Gast bei Freunden?
Chancen und Grenzen der Willkommenskultur

Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender, Bundestag, DIE LINKE
Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender, Bundestag, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Julia Klöckner, stellvertretende Bundesvorsitzende, CDU
Jörg Meuthen, Bundessprecher, AfD

Moderation: Ali Aslan, TV-Moderator und Journalist

11:40

Impuls:

Der Blick auf Deutschland aus der Ferne

Karl Theodor zu Guttenberg, Vorsitzender und Gründer, Spitzberg Partners, New York

12:00

Mittagessen

13:15

Videoclip:

Denkland 24 – Nachrichten von morgen II

Judith Rakers, Moderatorin, Nachrichtensprecherin und Journalistin

13:20

Panel 2:

Auf der Suche nach der Integrationsrendite –
Ist Migration die Antwort auf den demografischen Wandel?

Hans Albrecht, Gründer und Geschäftsführer, Nordwind Capital GmbH
Raimund Becker, Vorstand Regionen, Bundesagentur für Arbeit
Jörg Rocholl, Professor, Präsident, ESMT Berlin
Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende, Bundestag, DIE LINKE

Moderation: Heike Göbel, Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, Frankfurter Allgemeine Zeitung

14:30

Kaffeepause

15:00

Videoclip:

Denkland 24 – Nachrichten von morgen III

Judith Rakers, Moderatorin, Nachrichtensprecherin und Journalistin

15:05 

Impuls:

Auf dem Weg zu einer toleranten Gesellschaft?

Rainer Forst, Professor für Politische Theorie und Philosophie, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M.

15:25

Zwischenrufe:

Wer ist das Volk?
Identität und Solidarität in einer veränderten Gesellschaft

Jan-Jonathan Bock, Research Fellow, Woolf Institute, Cambridge

Esra Küçük, Leiterin, Gorki Forum Berlin

Vincent Zimmer, Mitgründer, Kiron Open Higher Education

Erfahrungen aus dem Bürgerdialog „Welches Land wollen wir sein?“ und Diskussion mit dem Publikum
Moderation: Alexander Carius, Geschäftsführer, adelphi

16:10 

Schlagabtausch:

Die Würde des Menschen ist unantastbar – Grundgesetz mal anders

Idil Baydar als Jilet Ayse, Kabarettistin, Social Influencer, Speaker & Comedian

Harald Welzer, Direktor, FUTURZWEI, Stiftung Zukunftsfähigkeit

16:30

Interview:

Krise des Rechts – Recht in der Krise!?

Andreas Voßkuhle, Präsident, Bundesverfassungsgericht

Moderation: Reinhard Müller, Verantwortlicher Redakteur für die Seite „Staat und Recht“ und „Zeitgeschehen“, Frankfurter Allgemeine Zeitung

16:55

Schlusswort

Thomas Matussek, Geschäftsführer, Alfred Herrhausen Gesellschaft

17:00

Ende der Konferenz 

Änderungen im Programm behalten wir uns vor. 

Denk ich an Deutschland 2016
Redner

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Hans Albrecht

ist Gründer und Geschäftsführer von Nordwind Capital GmbH.
Er studierte an der Universität Würzburg Rechtswissenschaften und Medizin
und promovierte dort zum Dr. med. An der Harvard Law School erwarb er als
Fulbright Scholar einen Master of Laws (LL.M.) und am Insead einen MBA.
Albrecht ist in New York State als Anwalt zugelassen und Mitglied verschiedener
Aufsichtsgremien, u. a. des Aufsichtsrates der CargoBeamer AG.
Nach seiner Zeit in den USA war er zunächst Manager bei der Boston Consulting
Group in München, woraufhin er geschäftsführender Gesellschafter der Industrie
Management München (IMM) wurde – einer der damals führenden deutschen
Private Equity Gruppen. Anschließend war er Gründungspartner und Managing
Director von Carlyle Europe Partners.
Seit der Gründung ist Albrecht Vorsitzender von Global Bridges, einem Verein
zur Förderung der Völkerverständigung in Berlin. 

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Ali Aslan

Der erfahrene TV-Moderator und Journalist war weltweit für namhafte Fernsehsender wie NBC News, CNN, ABC News und Channel News Asia tätig. Für Deutsche Welle TV moderierte er von 2012 bis 2014 die englischsprachige Talkshow „Quadriga“. Zudem war er als Politik- und Medienberater im Auswärtigen Amt tätig.

Sein Studium der Politikwissenschaft und der Journalistik absolvierte er an der Columbia University in New York und der Georgetown University in Washington D. C. 

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Dietmar Bartsch

 ist seit 2015 Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Deutschen Bundestag.

Aufgewachsen in der DDR, studierte Dietmar Bartsch nach seinem Wehrdienst von 1978 bis 1983 Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst. Von 1986 bis 1990 machte er eine Aspirantur an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der KPdSU in Moskau, wo er 1990 zum Dr. oec. promovierte. Anschließend wurde er Geschäftsführer des Verlages Junge Welt, für den er bereits vor seiner Aspirantur in Moskau gearbeitet hatte. Von 2004 bis 2005 war Dietmar Bartsch Geschäftsführer der Tageszeitung „Neues Deutschland“.

Dietmar Bartsch wurde 1977 Mitglied der SED. Von 1991 bis 1997 war Bartsch Bundesschatzmeister der PDS und von 1997 bis 2002 sowie von 2005 bis 2007 Bundesgeschäftsführer der PDS und von 2007 bis 2010 Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE. Er war von 1998 bis 2002 und ist erneut seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2010 bis 2015 war Dietmar Bartsch stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag.

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© Patrick Knoch 

Idil Baydar

ist eine deutsche Schauspielerin und Comedian.

Baydar ist die Tochter türkischer Einwanderer, die sich kurz nach ihrer Geburt trennten. Die Schule schloss sie mit dem Abitur ab. Baydar lebt in Berlin und arbeitete hier auch für Jugendeinrichtungen.

Ihr YouTube-Kanal, auf dem sie seit 2011 selbstgeschriebene und selbstgespielte Stücke zum Thema Integration präsentiert, erreicht bis zu 80.000 Klicks pro Video. Im Fernsehen war sie in Kabarett- und Comedysendungen wie StandUpMigranten (EinsPlus), NightWash (Einsfestival), Pufpaffs (3sat) oder
Ladies Night (WDR) zu sehen.

Von 2012 bis 2014 war Idil Baydar als Jilet Ayse mit der Show „Isch schwöre …“ auf Sendung. Ihr Comedy-Soloprogramm „Deutschland, wir müssen reden!“ hatte 2014 Premiere. Ab September 2016 ist sie mit ihrem neuen Programm „Ghettolektuell“ auf Tour.

Idil Baydar ist Hauptstadtpreisträgerin 2015 und Kabarettpreisträgerin des Goldenen Besens. 

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Raimund Becker

ist seit 2004 Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit.

Er studierte von 1979 bis 1984 Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes. Im Anschluss absolvierte er den juristischen Vorbereitungsdienst bis 1987.

Von 1988 bis 1989 war er beim Landesarbeitsamt Rheinland-Pfalz-Saarland als Nachwuchskraft für den höheren Dienst tätig. Für weitere zwei Jahre wechselte er an das Arbeitsamt Bad Kreuznach als Abteilungsleiter der Abteilung Arbeitsvermittlung und Arbeitsberatung.

Von 1991 bis 2003 leitete er verschiedene Referate im Arbeitsamt Rheinland-Pfalz, ab 2003 wurde er dann für ein Jahr Geschäftsbereichsleiter für Geldleistungen, Sozialversicherung, Recht und Ordnung. 

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Jan-Jonathan Bock

ist Research Fellow am Woolf Institute in Cambridge, Großbritannien.

Er forscht in einem komparativen Projekt über die Wahrnehmung von Krisen und deren Einfluss auf das Vertrauen in staatliche Institutionen und interkulturelles Zusammenleben. Das Projekt vergleicht London, Paris, Berlin und Rom und nationale Kontexte. Bock ist für Berlin und Rom zuständig, wobei seine Forschung in Deutschland auch die PEGIDA-Bewegung in Dresden und Geflüchtetenunterkünfte im Harz einschließt.

Nach seinem Abitur begann Bock 2007 ein Bachelorstudium in Sozial- und Politikwissenschaften, mit dem Schwerpunkt auf Sozialanthropologie, an der University of Cambridge. Dem Bachelor schlossen sich ein Master und eine Promotion in anthropologischer Forschung an derselben Universität an, welche Bock 2015 abschloss. Für seine Doktorarbeit untersuchte er die Reaktion der italienischen Regierung auf das Erdbeben von L’Aquila 2009 und analysierte wiederum die lokalen sozialen und politischen Effekte dieser staatlichen Intervention.

Bock engagiert sich in zahlreichen akademischen Vereinigungen in Cambridge und hat Lehrtätigkeiten am Institut für Sozialanthropologie inne. 

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Alexander Carius

ist Politikwissenschaftler und Gründer und Direktor von adelphi, Denkfabrik und Politikberatung in Berlin, die sich mit globalen Transformationsprozessen befasst.

Er berät seit über 20 Jahren Bundesministerien, Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit, internationale Organisationen, ausländische Regierungen und die Europäische Kommission zu umwelt-, entwicklungs- und außenpolitischen Fragen. Alexander Carius moderiert politische Dialog- und Konsultationsprozesse und entwickelt komplexe Programme für nationale und internationale Institutionen. Im Herbst 2015 hat er zusammen mit Harald Welzer die bundesweite Debattenreihe „Die offene Gesellschaft – Welches Land wollen wir sein?“ initiiert.

Von 1991 bis 1992 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Professor Martin Jänicke an der Freien Universität Berlin. 1993 gründete er die Umweltberatung Ecologic, nebenbei arbeitete er von 1993 bis 1994 als Programmberater bei der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung. Von 1997 bis 1999 begleitete er im Auftrag der Bundesregierung, der Europäischen Kommission und der Weltbank die Beitrittsvorbereitungen osteuropäischer Staaten zur Europäischen Union. 2001 gründete er die Denkfabrik adelphi. Er lehrt an Hochschulen im In- und Ausland und konzipiert und leitet Führungskräftetrainings für internationale Kunden. 

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Rainer Forst

ist Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er ist Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Normative Ordnungen“.

Er studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Amerikanistik in Frankfurt am Main, New York und an der Harvard University. 1993 promovierte Rainer Forst bei Jürgen Habermas mit einer Arbeit zu Theorien politischer und sozialer Gerechtigkeit, 2003 habilitierte er sich im Fach Philosophie.

Er lehrte an der Freien Universität Berlin und der New School for Social Research (New York) und erhielt ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), bevor er 2004 dem Ruf auf die Professur für Politische Theorie in Frankfurt folgte. Er nahm seither Gastprofessuren und Fellowships am Dartmouth College, an der New York University und der New School for Social Research wahr.

Im Jahr 2012 verlieh ihm die DFG den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis als Auszeichnung seiner wissenschaftlichen Arbeit. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Mitherausgeber diverser internationaler Zeitschriften und Buchreihen.

Wichtigste Publikationen (alle bei Suhrkamp): Kontexte der Gerechtigkeit (1994), Toleranz im Konflikt (2003), Das Recht auf Rechtfertigung (2007), Kritik der Rechtfertigungsverhältnisse (2011), Normativität und Macht (2015).

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© Frank Röth 

Heike Göbel

ist seit 2002 verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Nach dem Abitur in Leverkusen studierte sie zunächst Indologie und Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Danach absolvierte sie ein volkswirtschaftliches Studium, das sie 1986 mit einem Diplom an der Universität Heidelberg abschloss.

Im Anschluss war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Weltwirtschaft in Kiel tätig. Mit einem Volontariat bei den „Stuttgarter Nachrichten“ gelang ihr 1989 der Einstieg in den Beruf der Journalistin. Ebenfalls in Stuttgart trat sie ihre erste Stelle als Wirtschaftsredakteurin an. Im April 1992 wechselte sie in die Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, für die sie von 1994 an in Bonn und Berlin die Finanz- und Rentenpolitik beobachtete.

Heike Göbel wurde u. a. mit dem Preis des Steuerzahlerbundes (2005) und dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik (2006) ausgezeichnet. 

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Karl-Theodor zu Guttenberg

ist Vorsitzender und Gründer von Spitzberg Partners LLC, einer internationalen Investment- und Beratungsfirma mit Hauptsitz in New York.

Er war einige Jahre politisch in Deutschland tätig. Heute gilt sein Hauptaugenmerk digitalen/technologischen Entwicklungen sowie geopolitischen Fragen. Guttenberg ist „distinguished statesman“ am Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington, D. C., regelmäßiger Kommentator in internationalen Publikationen und bekleidet Board- bzw. Beiratspositionen in einer Anzahl von Unternehmen und Non Profit Organisationen.

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© Tibor Bozi 

Anton Hofreiter

ist seit 2013 Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Nach seinem Abitur studierte er Biologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Im Anschluss promovierte er ebendort und hatte eine Postdoktorandenstelle am Institut für Systematische Botanik der LMU inne. Von 1997 bis 2001 absolvierte er mehrere Forschungsaufenthalte zu Biodiversität in Südamerika.

Hofreiter ist seit seinem sechzehnten Lebensjahr Mitglied der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Von 1996 bis 2006 war er Sprecher des Grünen-Kreisverbands München-Land. Seit 2003 war er zudem als Mitarbeiter von Susanna Tausendfreund (MdL) und Christian Magerl (MdL) tätig.

Seit 2005 ist Hofreiter Abgeordneter des Deutschen Bundestages. Von 2011 bis 2013 war er Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

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© Frank Röth

Jürgen Kaube

ist Journalist und seit 2015 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Nach seinem Studium der Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin führte ihn eine Hochschulassistenz kurzzeitig nach Bielefeld.

Seit 1992 war er regelmäßig für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig. 1999 trat er in die Redaktion ein, zunächst als Berliner Korrespondent und seit September 2000 in Frankfurt. Als zuständiger Redakteur für Wissenschafts- und Bildungspolitik wurde er im August 2008 Ressortleiter für die „Geisteswissenschaften“ und 2012 für „Neue Sachbücher“ sowie stellvertretender Leiter des Feuilletons. 2015 wurde Kaube mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet. 

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Julia Klöckner

ist stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU und Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU im rheinland-pfälzischen Landtag.

Nach ihrem Doppelabschluss mit dem Staatsexamen für Lehramt an Gymnasien und dem Magister in Politikwissenschaft, Theologie und Pädagogik sowie nach ihrem journalistischen Volontariat arbeitete sie zunächst als freie Mitarbeiterin beim SWR-Fernsehen und Redakteurin der Zeitschrift „weinwelt“ sowie als Chefredakteurin des Sommelier Magazins.

Julia Klöckner trat 1996 in die CDU ein. 2002 zog sie erstmals in den Deutschen Bundestag ein. Im Rahmen der Bundestagswahlen 2005 und 2009 gewann sie jeweils das Direktmandat. Im April 2010 wurde sie zur Spitzenkandidatin der CDU-Rheinland-Pfalz für die Landtagswahl 2011 gewählt. Im September 2010 folgte die Wahl zur Landesvorsitzenden der CDU Rheinland-Pfalz. Ihr Amt als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das sie seit 2009 innehatte, hat sie im Februar 2011 niedergelegt, um sich auf ihre Aufgabe in Rheinland-Pfalz zu konzentrieren. Nach dem Einzug in den rheinland-pfälzischen Landtag legte sie am 27. Mai 2011 auch ihr Bundestagsmandat nieder und ist seither Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion.

Dem Präsidium der CDU Deutschlands gehört sie seit November 2010 an. Im Dezember 2012 wurde sie auf dem 25. Bundesparteitag der CDU Deutschlands zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Der Bundesparteitag von Köln im Dezember 2014 hat sie in diesem Amt bestätigt. Klöckner kandidierte bei den Landtagswahlen 2016 als Spitzenkandidatin der CDU Rheinland-Pfalz. 

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© Ute Langkafe 

Esra Küçük

ist Mitglied im Direktorium des Maxim Gorki Theaters in Berlin und leitet dort das Gorki Forum, die Sparte am Haus für Diskurs und Vermittlung zwischen Kultur, Politik und Wissenschaft.

Esra Küçük ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin. Sie absolvierte ein deutsch-französisches Doppeldiplom an der WWU Münster und am Institut d‘Études Politiques (Sciences Po) in Frankreich. 2005 erwarb sie einen Master in European Studies in Maastricht.

Nach Stationen bei der Stiftung Mercator, dem Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration sowie der Humboldt-Universität zu Berlin leitete sie von 2011 bis 2015 das von ihr initiierte deutschlandweite Bildungsprogramm Junge Islam Konferenz (JIK).

Sie gründete die JIK, um jungen Menschen ein Forum für Austausch und eine institutionalisierte Stimme in der politischen Debatte rund um das Thema antimuslimischer Rassismus, Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland zu bieten. Esra Küçük ist in verschiedenen Gremien vertreten, u. a. Beiratsvorsitzende von KIRON Open Higher Education. 

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Thomas Matussek

ist Botschafter a. D. und seit 2013 Geschäftsführer der Alfred Herrhausen Gesellschaft.

Nach einem Studium in Jura und Geschichte in Bonn und Paris trat er 1975 in den Auswärtigen Dienst ein. Nach ersten Stationen in Bonn und London arbeitete er im Bundeskanzleramt unter Helmut Schmidt mit dem Zuständigkeitsbereich Europa; nach weiteren diplomatischen Stationen in Neu-Delhi und Lissabon leitete er von 1991 bis 1992 das Ministerbüro von Außenminister Genscher. Anschließend war er Leiter des Leitungsstabes von Außenminister Kinkel.

Von 1994 bis 1999 war er Gesandter und Ständiger Vertreter des deutschen Botschafters in Washington. Als Generaldirektor leitete er von 1999 bis 2002 die Politische Abteilung des Auswärtigen Amtes mit Zuständigkeiten für Nahost, Asien, Afrika und Lateinamerika. 2001 organisierte er die Petersberg-Konferenz zur Staatsgründung des neuen Afghanistans. Von 2002 bis 2006 war er deutscher Botschafter in London, von 2006 bis 2009 Deutschlands Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York. Von 2009 bis 2011 war Thomas Matussek deutscher Botschafter in Neu-Delhi. Im November 2011 wechselte er zur Deutschen Bank. 

Jörg Meuthen

Jörg Meuthen

ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl (derzeit wegen Landtagsmandat beurlaubt) und Bundessprecher der Alternative für Deutschland.

Nach Abitur in Bad Ems und Zivildienst in einem Krankenhaus in Nassau/Lahn studierte Meuthen Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Münster und Mainz. Im Anschluss an sein Diplom im Jahr 1989 war er bis 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Finanzwissenschaft der Universität zu Köln und promovierte dort zum Dr. rer. pol..

Von 1993 bis Ende 1996 arbeitete er als Referent im Hessischen Ministerium der Finanzen, ehe er im Dezember 1996 eine Professur für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl annahm. Dort lehrte er bis zum März 2016. Seit April 2016 ist er in dieser Funktion wegen der Annahme eines Abgeordnetenmandats im Landtag Baden-Württemberg beurlaubt.

Seit 2013 ist Meuthen Mitglied der Alternative für Deutschland (AfD). Im Juli 2015 wurde er auf dem Bundesparteitag in Essen zu einem der zwei Bundessprecher der AfD gewählt. Im gleichen Monat erfolgte auch die Wahl zu einem der drei Landessprecher des Landesverbands Baden-Württemberg. Er trat 2016 bei den Landtagswahlen als Spitzenkandidat der Partei in Baden-Württemberg an und wurde unmittelbar nach der Wahl zum Vorsitzenden seiner Fraktion gewählt. Im Juli 2016 ergriff Meuthen Partei gegen den AfD-Abgeordneten Gedeon, dessen Schriften im Verdacht stehen, antisemitische Inhalte zu enthalten. Infolge dieser Ereignisse kam es zu einer Abspaltung Meuthens und 13 seiner Abgeordnetenkollegen von der Fraktion der AfD und zur Neugründung einer Fraktion, die unter dem Namen Alternative für Baden-Württemberg (ABW) Fraktionsstatus erhielt.

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© Frank Röth 

Reinhard Müller

ist verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ sowie für „Staat und Recht“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Nach dem Abitur 1987 leistete er seinen Wehrdienst bei der Feldjägertruppe und absolvierte im Anschluss eine Reserveoffizierslaufbahn. Von 1988 an studierte Müller Rechtswissenschaften und seit 1990 auch Geschichte in Münster. Ein Semester verbrachte er als Erasmus-Student in Nijmegen. 1993 legte er das erste juristische Staatsexamen ab. Ab 1994 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht der
Technischen Universität Dresden. 1996 wurde er über den Zwei-plus-vier-Vertrag und das Selbstbestimmungsrecht der Völker promoviert.

Als Rechtsreferendar war er bei der Staatsanwaltschaft Dresden in der Abteilung für DDR-Unrecht, in der Pressestelle des sächsischen Innenministeriums, an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer sowie in der Zentrale der Vereinten Nationen in New York. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen wurde Müller 1998 Mitglied der politischen Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit Januar 2008 verantwortlich für die neugeschaffene Seite „Staat und Recht“, deren Hauptbeiträge 2011 in einem gleichnamigen Buch erschienen. Seit Juli 2012 zudem verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“.

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© Amanda Berens

Judith Rakers

ist Journalistin, Moderatorin und seit 2005 Nachrichtensprecherin im Ersten Deutschen Fernsehen.

Nach dem Abitur in Paderborn studierte sie von 1995 bis 2001 Publizistik, Kommunikationswissenschaft, Geschichte und Deutsche Philologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Bereits während des Studiums arbeitete sie parallel als Hörfunkmoderatorin und schrieb für verschiedene Tages- und Fachzeitungen.

Im Jahr 2004 erfolgte der Wechsel zum Fernsehen und von 2004 bis 2010 moderierte Judith Rakers das Hamburg Journal. Seit 2005 ist sie Nachrichtensprecherin im Ersten Deutschen Fernsehen. Parallel dazu moderiert Judith Rakers seit sechs Jahren Deutschlands ältestes Talkformat 3nach9 an der Seite von Giovanni di Lorenzo.

Judith Rakers nimmt in ihrer journalistischen Arbeit soziale Probleme in Deutschland in den Blick. So wurden bereits zahlreiche Dokumentationen und Reportagen mit ihr produziert, etwa über Geringverdiener, Obdachlose oder junge, unbegleitete Flüchtlinge. Im Jahr 2011 erhielt Judith Rakers den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Unterhaltung für die Moderation des Eurovision Song Contest. 

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Jörg Rocholl

ist seit 2011 Präsident der ESMT Berlin und dort Professor für Finanzwesen und Inhaber des EY-Lehrstuhls für Governance und Compliance.

Seine Forschung konzentriert sich auf Corporate Finance, Unternehmensführung und Financial Intermediation. Zurzeit untersucht Jörg Rocholl die regulatorischen Implikationen der europäischen Schuldenkrise, die Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf öffentliche und private Haushalte sowie die Wechselwirkungen zwischen Politik und Unternehmen.

Jörg Rocholl studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Witten/ Herdecke und beendete das Studium mit Auszeichnung. Danach promovierte er an der Columbia Business School im Fach Finance and Economics.

Jörg Rocholl hat zahlreiche Stipendien und Preise erhalten; außerdem forscht er u. a. seit 2012 als Forschungsprofessor am ifo Institut München und seit 2002 beim Forschungszentrum der Deutschen Bundesbank. 

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Andreas Rödder

ist seit 2005 Professor für Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Johannes Gutenberg- Universität Mainz.

Andreas Rödder, geboren in Wissen (Sieg), studierte Geschichte und Germanistik in Bonn und Tübingen und wurde 1995 in Bonn promoviert. 1994 wechselte er an die Universität Stuttgart, wo er sich 2001 mit einer Studie über „Die politische Kultur der englischen Konservativen zwischen ländlicher Tradition und industrieller Moderne 1846-1868“ habilitierte.

Seine aktuellen Forschungen befassen sich mit der deutschen Wiedervereinigung, mit Wertewandelprozessen im 20. Jahrhundert sowie mit der jüngsten Zeitgeschichte seit 1990. Im Herbst 2015 erschien sein Bestseller „21.0 Eine kurze Geschichte der Gegenwart“. Gegenwärtig arbeitet er an seinem neuen Buch unter dem Titel „Wer hat Angst vor Deutschland? Ein Spiegelkabinett europäischer Wahrnehmungen seit dem 19. Jahrhundert“. Gastprofessuren hatte er u. a. an der renommierten London School of Economics and Political Science inne.

Rödder ist Mitglied in zahlreichen akademischen und politischen Gremien. U. a. gehört er dem Vorstand der Konrad-Adenauer-Stiftung an und ist Präsident der Stresemann-Gesellschaft. 

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Olaf Scholz

ist seit 2011 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

Nach dem Abitur studierte er in Hamburg Rechtswissenschaften und war ab 1985 als Rechtsanwalt tätig. Von 2002 bis 2004 war er Landesvorsitzender der SPD Hamburg und Generalsekretär der SPD von 2002 bis 2004. Seit 2009 ist er wieder Landesvorsitzender und ebenso stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender. Erstmals zog er 1998 mit einem Direktmandat in den Bundestag ein und blieb – mit einer kurzen Unterbrechung durch seine Amtszeit als Hamburger Innensenator im Jahr 2001 – bis 2011 Bundestagsabgeordneter. Bis zu seiner Berufung als Bundesminister für Arbeit und Soziales, 2007 bis 2009, war er seit 2005 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, von 2009 bis zur Wahl als Bürgermeister war Scholz stellvertretender Fraktionsvorsitzender. 

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© Bundesverfassungsgericht | lorenz.fotodesign, Karlsruhe 

Andreas Voßkuhle

ist seit 2010 Präsident des Bundesverfassungsgerichts.

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Bayreuth und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) wurde er 1992 promoviert, noch bevor er das zweite Staatsexamen ablegte.

Ab 1995 war Andreas Voßkuhle Referent im Bayerischen Staatsministerium des Innern. 1998 habilitierte er an der Universität Augsburg. 1999 erfolgt seine Ernennung zum Universitätsprofessor an der Albert-Ludwigs- Universität Freiburg, seitdem leitet er als Direktor das Institut für Staatswissenschaft und Rechtsphilosophie.

Im akademischen Jahr 2006/2007 forschte Voßkuhle als Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Im Juni 2007 wurde er zum Rektor der Albert-Ludwigs- Universität Freiburg gewählt. Im Mai 2008 erfolgte seine Wahl und Ernennung zum Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichts; seitdem ist er Vorsitzender des Zweiten Senats. 

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© DiG/Trialon

Sahra Wagenknecht

ist seit Oktober 2015 Co-Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag.

Zuvor war sie seit 2011 Erste Stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion und bis 2011 wirtschaftspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Bevor sie im September 2009 in den Bundestag gewählt wurde, war Sahra Wagenknecht bis Juni 2009 Abgeordnete im Europaparlament. Nach ihrem Studium der Neueren Deutschen Literatur und Philosophie in Jena, Berlin und Groningen, das sie 1996 abschloss, promovierte Sahra Wagenknecht 2012 in Chemnitz in Wirtschaftswissenschaften.

Von 1991 bis 1995 und von 2000 bis 2007 war Sahra Wagenknecht Mitglied des Parteivorstands der PDS, später Linkspartei.PDS. Seit Gründung der Partei DIE LINKE im Jahr 2007 gehörte sie bis 2014 dem Vorstand der Partei an, von 2010 bis 2014 war sie stellvertretende Parteivorsitzende. Sahra Wagenknecht ist Autorin diverser Bücher zu wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Themen. 

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Ursula Weidenfeld

 ist freiberufliche Journalistin in Berlin und Potsdam.

Sie studierte Wirtschaftsgeschichte, Germanistik und Volkswirtschaft in Bonn und München. 1989 wurde sie am Bonner Lehrstuhl für Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit einer Arbeit zur Mittelstandspolitik der 1950er Jahre promoviert. Im Anschluss arbeitete sie als Korrespondentin und stellvertretende Ressortleiterin bei der Wirtschaftswoche sowie als Ressortleiterin beim Tagesspiegel in Berlin.

Ursula Weidenfeld gehörte zum Gründungsteam der Financial Times Deutschland. Ende 2001 kehrte sie zum Tagesspiegel zurück, bei dem sie 2004 stellvertretende Chefredakteurin wurde. Von 2008 bis Anfang 2009 war sie Chefredakteurin des Wirtschaftsmagazins Impulse.

Seit 2009 arbeitet Ursula Weidenfeld als freiberufliche Journalistin und Autorin. 2015 veröffentlichte sie gemeinsam mit Jan Hiesserich ihr neues Buch „Der CEO im Fokus, Lernen von den Besten für den richtigen Umgang mit der Öffentlichkeit“. 2014/15 vertrat Ursula Weidenfeld die Professur für Pressejournalismus am Journalistischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

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© Rat für Nachhaltige Entwicklung 

Harald Welzer

ist Soziologe und Sozialpsychologe. Mitbegründer und Direktor von „Futur Zwei.

Stiftung Zukunftsfähigkeit“, Professor für Transformationsdesign und -vermittlung an der Universität Flensburg, ständiger Gastprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Sankt Gallen, Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung sowie im Zukunftsrat des Landes Schleswig-Holstein. Zahlreiche Bücher zur Gewaltforschung und zur Theorie und Praxis der Nachhaltigkeit, zuletzt „Die smarte Diktatur. Der Angriff auf unsere Freiheit“ sowie als Herausgeber „Die offene Gesellschaft und ihre Freunde“, beide S.-Fischer- Verlag 2016.

Die Bücher von Harald Welzer sind in 22 Sprachen übersetzt worden. Ein Ranking des Georg-Duttweiler-Instituts vom letzten Jahr zählt Welzer zu den 100 wichtigsten Vordenkern weltweit. 

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© Kiron Open Higher Education 

Vincent Zimmer

ist Geschäftsführer und Mitbegründer von Kiron Open Higher Education, einem Berliner Social Start-up, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, jungen Flüchtlingen online eine akademische Ausbildung zu ermöglichen und die bürokratischen Hürden dabei gering zu halten.

Vincent Zimmer absolvierte einen Master in International Economics an der Universität Göttingen und einen Master in Public Policy (with distinction) an der London School of Economics.

Während seiner Studienzeit war Vincent Zimmer Mitgründer von fünf weiteren Start-ups, zum Beispiel im Bereich Gesundheitsversorgung und höherer Bildung. Geografisch reichte sein Engagement dabei von Shanghai bis São Paulo.

Seit 2012 engagiert sich Zimmer für Studierende in Krisenregionen über die Nichtregierungsorganisation Study without borders, die Stipendien vergibt.

Seit 2009 ist er Stipendiat der Friedrich-Naumann Stiftung und seit 2015 Stipendiat des Social impact Lab Berlin. Er ist seit 2014 Fellow der Ludwig- Erhard-Stiftung und bekam mehrere Preise von der privaten AKB Stiftung der Familie Carl-Ernst Büchting. Zimmer wurde von der BMW Stiftung Herbert Quandt als Responsible Leader ausgewählt und 2015 auf der Liste „30 under 30“ von Forbes aufgeführt. 

Videomitschnitte vom 23.09.2016
Denk ich an Deutschland:
Deutschland 2025 – Haben wir’s geschafft?

Experten-Workshop Politik, 09. Mai 2016

Experten-Workshop Wirtschaft, 10. Mai 2016

Experten-Workshop Gesellschaft, 11. Mai 2016