Kuratorium

Dr. Paul Achleitner (Vorsitzender)

Paul Achleitner
Seit dem 31. Mai 2012 ist Paul Achleitner (geboren 1956 in Linz, Österreich) Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Bank AG.

Achleitner studierte an der Universität St. Gallen (HSG), wo er promovierte, und der Harvard Business School. Seit 2001 ist Achleitner Honorarprofessor für Finanzierung an der WHU – Otto Beisheim School of Management. Nach vier Jahren bei der Managementberatung Bain & Co in Boston wechselte Achleitner 1988 zur Investmentbank Goldman Sachs & Co. Dort war er nach Stationen in New York und London von 1994 bis 1999 Resident Partner in Frankfurt. In den Jahren 2000 bis 2012 war Achleitner Finanzvorstand der Allianz SE.

Neben dem Vorsitz des Aufsichtsrats der Deutschen Bank AG nimmt Achleitner Aufsichtsratsmandate bei Bayer AG und Daimler AG wahr, zudem ist er Mitglied im Gesellschafterausschuss der Henkel AG & Co. KGaA. Achleitner ist Vorsitzender des Kuratoriums der Alfred Herrhausen-Gesellschaft, Vorsitzender der Börsensachverständigenkommission (BSK) und Co-Vorsitzender des Hongkong / Europe Business Council. Außerdem ist er Mitglied des Internationalen Beraterkreises der Allianz, des Europäischen Beraterkreises der Harvard Business School, des Board of Trustees of the Brookings Institution sowie des Beraterkreises der Münchner Sicherheitskonferenz.

Prof. Dr. Henrik Enderlein (stellvertretender Vorsitzender)

AHG-Kuratorium-Enderlein.jpg

Henrik Enderlein ist Professor für politische Ökonomie und Direktor des Jacques Delors Institut an der Hertie School of Governance in Berlin. Nach dem Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften an Sciences Po in Paris und an der Columbia University in New York promovierte er in Politikwissenschaft am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Von 2001 bis 2003 war er als Ökonom bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt beschäftigt, ehe er 2003 Juniorprofessor für Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin wurde.

2005 wurde er als Professor in die Gründungsfakultät der Hertie School berufen und war dort von 2008-2012 Vize-Dekan. 2006-2007 war Henrik Enderlein Fulbright Ehrenprofessor an der Duke University in den USA und 2012-2013 Pierre Keller Gastprofessor an der Harvard Kennedy School. Henrik Enderlein ist Träger der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft.

Prof. Dr. h. c. Roland Berger

01_Portrait_Berger.jpg

Roland Berger ist Gründer und seit 2010 Honorary Chairman der Roland Berger GmbH in München. Das Unternehmen zählt heute mit 50 Büros in 36 Ländern und 2.400 Mitarbeitern zu den Top 5 der weltweit größten Strategieberatungen und berät international führende Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Institutionen.

Roland Berger ist Mitglied verschiedener Aufsichts- und Beiräte von nationalen und internationalen Unternehmen, Stiftungen und Organisationen. Außerdem wurde er in zahlreiche Sachverständigenkommissionen der EU-Kommission sowie von Bundes- und Landesregierungen berufen.

Roland Berger ist Vorsitzender des Kuratoriums der von ihm gegründeten Roland Berger Stiftung. Die Roland Berger Stiftung ist dem weltweiten Schutz der Menschenwürde und der Menschenrechte verpflichtet und fördert deutschlandweit begabte Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien auf ihrem Bildungsweg von der Grundschule bis zum Abitur. Seit 2015 setzt sich die Stiftung zudem für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge in Deutschland ein. 

Dr. Joana Breidenbach

02_Portrait_Breidenbach.jpg

Joana Breidenbach ist Autorin und Mitgründerin der Spendenplattform betterplace.org. Sie studierte Völkerkunde, Kunstgeschichte und Osteuropäische Geschichte an der Ludwig-Maximilian-Universität in München und erhielt hier auch ihren Doktor in Kulturanthropologie. Darüber hinaus hat sie an der University of California, Berkeley und dem University College London studiert.

In Kooperation mit anderen Wissenschaftlern hat Dr. Breidenbach zu diversen Themen geforscht und zahlreiche Artikel und Bücher, wie etwa „Tanz der Kulturen“ und „Seeing Culture Everywhere“, verfasst. Ihre Themenschwerpunkte beinhalten kulturelle Globalisierung, Migration und Tourismus.

Die Idee zu betterplace.org entstand während einer fünf-monatigen Weltreise mit ihrer Familie im Jahr 2006. Seitdem ist betterplace.org zur größten deutschen Online Fundraising Plattform für soziale Projekte geworden. 2010 gründete Joana Breidenbach das betterplace.lab, ein Think und Do Tank der die Schnittstellen zwischen digitalen Medien und Gemeinwohl untersucht. Seit Sommer 2015 hat sich Joana Breidenbach aus dem operativen Geschäft der gut.org gAG zurückgezogen und ist im Aufsichtsrat tätig.

Joana Breidenbach ist zudem in der ReDi School for Digital Integration engagiert, welche Geflüchteten Zugang zu IT-Kompetenzen und der Berliner Start-up Szene ermöglicht und beteiligt sich als Mini-Investorin an verschiedenen mission-driven Startups.

Prof. Dr. José Manuel Castillo Oléa

03_Portrait_Castillo.jpg

José Castillo ist ein mexikanischer Architekt. Er studierte Architektur an der Universidad Iberoamericana in Mexico City und absolvierte ein Master-Studium an der Graduate School of Design der Harvard University, wo er auch in Design promovierte. Zusammen mit Saidee Springall leitet er arquitectura 911sc, ein Architektenbüro in Mexico City. Das Tätigkeitsprofil umfasst kulturelle Bauten, Gewerbe- und Wohnungsbau sowie Städtebau und Mischnutzungsplanungen in verschiedenen Städten Mexikos. Kürzlich wurde das Büro vom Obras Magazin als eine der visionärsten Architekturbüros in Mexiko ausgezeichnet.

Das Team um Jose Castillo und a | 911 erhielt außerdem die Bronzemedaille bei den Holcim Awards für nachhaltige Bauweise (2011), den Emerging Voices Award von der Architectural Leage New York (2012) und gewann den Audi Urban Future Award in Berlin (2014).

José Castillo ist Professor für Urbanistik an der CENTRO Universität in Mexiko und Gastkritiker an der Graduate School of Design der Harvard University. Als Juror war er bei mehreren Wettbewerben tätig, zuletzt bei Bloombergs Philanthropies Mayor‘s Challenge Latin America. Vor kurzem wurde er für das Richard Rogers Fellowship 2017 ausgewählt, ein Aufenthaltsprogramm im Wibledon House in London und ein modernes Meisterwerk des weltberühmten britischen Architekten Richard Rogers. José Castillo ist Mitglied des Beratungsgremiums am Forschungsinstitut LSE Cities und Mitglied des Redaktionsbeirats von Arqine. 

Dr. Mathias Döpfner

09_Dr._Mathias_Doepfner.jpg

Mathias Döpfner ist seit 2002 Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, dem führenden digitalen Verlag in Europa. Zu den publizistischen Marken von Axel Springer gehören BILD, DIE WELT und BUSINESS INSIDER.

Unter Döpfners Führung sind die Digitalumsätze von EUR 117 Mio. auf EUR 2 Mrd. und das EBITDA resultierend aus dem Digitalgeschäft von EUR -12 Mio. auf EUR 429 Mio. gestiegen. Die digitalen Angebote erreichen weltweit mehr als 200 Mio. Leser und Nutzer.

Mathias Döpfner ist Mitglied in den Aufsichtsräten von Time Warner, Inc., der Warner Music Group und der Vodafone Group. 

Prof. Dr. Viktor Mayer-Schönberger

05_Portrait_Mayer-Schoenberger.jpg

Viktor Mayer-Schönberger ist Professor für Internet-Governance und Regulierung an der Universität Oxford. Darüber hinaus hält er einen Master of Economics von der London School of Economics und absolvierte mehrere Jurastudien, unter anderem in Harvard, wo er auch zehn Jahre der Fakultät der Harvard Kennedy School of Government angehörte.

Im Fokus seiner Forschung steht die Rolle von Informationen in einer vernetzten Wirtschaft. Sein Buch „Big Data“ (mit Kenn Cukier) war ein internationaler Bestseller und wurde mehrere Millionen Mal verkauft, das Buch „Delete: The Virtue of Forgetting in the Digital Age“ wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet und in vier Sprachen übersetzt.

Als gebürtiger Österreicher gründete Viktor Mayer-Schönberger 1986 Ikarus Software, ein Unternehmen mit Schwerpunkt auf Datensicherheit, und entwickelte Virenprogramme, welche sich zur meistverkauften Software Österreichs entwickelten.

Neben seiner Forschung ist Viktor Mayer-Schönberger weltweit in Gremien von Unternehmen und Organisationen, wie Microsoft und dem World Economic Forum, vertreten. 

Verena Pausder

06_Portrait_Pausder.jpg

Verena Pausder ist Gründerin und Geschäftsführerin der Fox & Sheep GmbH, welche Apps für Kinder im Vorschulalter entwickelt und weltweit vertreibt. Im Februar 2016 hat Fox & Sheep zusammen mit HABA die erste physische Digitalwerkstatt in Berlin eröffnet, in der Kinder aller Altersgruppen programmieren, Robotics und Animationsfilm lernen können. Im Januar und Februar 2017 folgten die nächsten in Berlin und München. Das Ziel ist es bis Ende 2018 eine Digitalwerkstatt in jeder großen Stadt Deutschlands zu eröffnen.

Sie wurde 2016 zum Young Global Leader des Weltwirtschaftsforums ernannt und wurde u. a. als Gewinnerin des McKinsey-Wettbewerbs „CEO of the future“ und als Gewinnerin des Victress Awards in der Kategorie „Role Model“ ausgezeichnet. Verena Pausder ist Initiatorin der non-profit-Initiative Startup Teens und Mitglied im Ashoka Support Network. Für die Wirtschaftswoche ist sie als Kolumnistin tätig und bloggt daneben auch unter www.verena-pausder.de.

Mit Software für Kinder kam Sie bereits als Geschäftsführerin der goodbeans GmbH, einem Unternehmen zur Entwicklung von webbasierten Online-Welten für Kinder, sowie bei der Bertelsmann-Plattform scoyo.de, einem Online-Lernportal für Kinder, in Berührung. Verena Pausder studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen in der Schweiz.

Alex Perry

07_Portrait_Perry(sw).jpg

Alex Perry ist Autor und Korrespondent. Er schrieb unter anderem die Bücher „Falling Off The Edge” (2008), „Lifeblood” (2011) und „The Rift” (2015), welche in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Seine elektronisch publizierten Werke handeln u. a. von Themen wie Boko Haram, dem Südsudan, Kokainschmuggel in Westafrika, Einwanderung und einem Profil von Tony Blair. Momentan arbeitet Alex Perry an einer Reihe von Film- und Fernsehprojekten. Sein aktuelles Buch „The Good Mothers“ über die kalabrische Mafia wird weltweit im Jahr 2018 veröffentlicht.

Von 1999 bis 2014 lebte und arbeitete Alex Perry in Asien, im Nahen Osten und in Afrika. Als Korrespondent für TIME, Newsweek und andere amerikanische und britischen Medien berichtete er aus mehr als über 100 Ländern und über mehr als 30 Kriege. Seine Arbeit hat zahlreiche Preise gewonnen und seine Investigationsergebnisse zu den Enthauptungen der Boko Haram wurden als Beweismittel des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag angefragt.

Darüber hinaus machte Alex Perry auf andere Weise auf sich aufmerksam. Im Jahr 2002 versuchte ihn beispielsweise die indische Regierung zu deportieren, als er den Gesundheitszustand des Premierministers in Frage stellte. Im Jahre 2007 wurde er für fünf Tage im Gefängnis von Simbabwe gefangen gehalten, weil er ohne Akkreditierung arbeitete, bevor man ihn als zielstrebigen und findigen Journalisten verurteilte.

Prof. Dr. Martin R. Stuchtey

08_Portrait_Stuchtey.jpg

Martin Stuchtey ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der SYSTEMIQ GmbH, einem Unternehmen, das sich mit nachhaltigen Zukunftsmärkten beschäftigt.

Er blickt auf 20 Jahre Beratungserfahrung bei McKinsey zurück, wo er zuletzt als Direktor des Zentrums für Wirtschaft und Umwelt tätig war. Im Jahr 2006 gründete Martin Stuchtey den Nachhaltigkeitsbereich von McKinsey, wo er mit zahlreichen Kunden aus Unternehmen, Regierungen und dem sozialen Sektor an den Herausforderungen des Klimawandels, der Wasserknappheit, der Meeresdegradation und der Ressourcenverknappung arbeitete. Er ist Initiator der 2030 Water Resources Group, langjähriger strategischer Berater des World Economic Forum und Autor des Buchs „A Good Disruption – Redefining Growth in the Twenty-first Century”.

Martin Stuchtey diente als Kompaniechef der deutschen Gebirgsjäger und arbeitete als Geologe bei Bergbauprojekten in Südafrika. Er absolvierte einen Bachelor mit Auszeichnung in Wirtschaftsgeologie/Mineralogie an der Rhodes University (Südafrika), einen Master in Betriebswirtschaftslehre an der WHU - Otto Beisheim School of Management, einen MBA an der Lancaster University (UK) und promovierte an der Technischen Universität Dresden im Bereich Regionalökonomie.

Martin Stuchtey ist Professor für nachhaltiges Ressourcenmanagement an der Universität Innsbruck. Er lebt mit seiner Frau und seinen sechs Kindern am Starnberger See und in Anras in Tirol.