Stadt

Was ist Urban Age?

Städten gehört die Zukunft: Seit der Jahrtausendwende lebt die Hälfte der Menschheit in Städten. Auf den anderen Kontinenten ist die urbane Anziehungskraft noch stärker als in Europa. Das Leben in den Metropolen verspricht Arbeit und Teilhabe an gesellschaftlicher Entwicklung. Doch wie können die wachsenden Städte ihre Versprechen halten? Urban Age ist ein internationales Forschungsprogramm der Alfred Herrhausen Gesellschaft und LSE Cities, einem internationalen Forschungszentrum an der London School of Economics and Political Science, das seit 2005 diese und andere Fragen zur Zukunft von Städten untersucht.

Warum Urban Age?

Der Zuzug in die Metropolen scheint unaufhaltsam und unkontrollierbar. Infrastrukturen können sich nicht adäquat mitentwickeln, das gilt für Verkehr und Transport sowie für die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Wasser, Bildungs- und medizinischen Einrichtungen oder schlicht mit Wohnraum. Gleichzeitig bietet die Stadtplanung, insbesondere im Zusammenwirken mit anderen Disziplinen, sehr wirkungsvolle Möglichkeiten, das städtische Leben für die Zukunft zu gestalten und zu formen. Dies stellen erfolgreiche Städteplanungen oder Projekte auf unterschiedlichen Ebenen immer wieder unter Beweis. Urban Age möchte solche Gestaltungsprozesse anstoßen, umsetzen und mit analytischem Wissen stützen. Dies geschieht im Sinne der Alfred Herrhausen Gesellschaft mit dem Ziel, eine freie und offene Gesellschaft zu fördern, die die soziale und ökonomische Teilhabe am Leben in den Zukunftsmetropolen nachhaltig ermöglicht.

Wie arbeitet Urban Age?

Wie kann ein Forschungsprogramm ganz konkret auf die Entwicklung von Megametropolen einwirken? Diese Frage beantwortet Urban Age auf unterschiedliche Art.

Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen begründete Urban Age ein stetig wachsendes, globales Netzwerk aus Schlüsselpersonen in Architektur und Stadtplanung und den relevanten Einrichtungen und Verwaltungsorganen in Städten. Hervorzuheben ist die Urban-Age-Konferenz, die seit 2005 bereits in New York, Schanghai, Mexiko-Stadt, Johannesburg, Berlin, Mumbai, São Paulo, Istanbul, Chicago, Hongkong, London, Rio de Janeiro, Delhi und 2016 im Rahmen der Architekturbiennale in Venedig stattfand. Dem Grundsatz „Think global, act local“ folgend, bezieht Urban Age stets lokale Akteure mit ein.

Sichtbare Ergebnisse von Urban Age sind viel beachtete Publikationen und die eindrücklichen Visualisierungen, mit denen „Urban Age Analytics“ urbane Entwicklungen darstellt. Die Urban Age-Webseite und die Aktivität in den sozialen Medien bieten einen schnellen Zugang zur Arbeit und zu den Ergebnissen des Forschungsprogramms.

Im Frühjahr 2019 startete das zweijährige „Task Force“-Programm: In Zusammenarbeit zwischen Urban Age und lokalen Fachleuten sollen hierin, zunächst beispielhaft in der Task Force Addis Abeba, auf wissenschaftlicher Basis Handlungsempfehlungen für eine verbesserte Urbanisierung und Stadtentwicklung erarbeitet werden. Im März 2020 startet die Urban Age Task Force Athen. Als Partnerschaft zwischen der Stadt Athen und dem Urban Age Programm werden zentrale Stadtentwicklungsthemen der griechischen Hauptstadt bearbeitet.

Die Stimme von Urban Age findet Gehör: Viele wichtige Botschaften sind direkt oder indirekt in globale Debatten eingegangen, wie zum Beispiel in die Entwicklung der Post-2015 Development Agenda der UN mit den ‚Sustainable Development Goals‘, mit der New Urban Agenda aus Habitat III, oder mit dem Abschnitt ‚Human Settlements‘ im aktuellen Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC).

Aktuelle Informationen zum Urban-Age-Programm finden Sie auf dieser Webseite.

Urban Age Partner

Unser Partner im Urban Age Programm ist LSE Cities. Das internationale Forschungszentrum an der London School of Economics and Political Science forscht, lehrt und moderiert öffentliche Diskurse.

Mehr Informationen zu LSE Cities finden Sie hier.

Aktuelle Aktivitäten im Arbeitsfeld „Stadt“

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